Die Weinanbaugebiete Griechenlands


Ägäische Inseln

Die Hauptanbaugebiete sind:

Samos
Die gebirgige Insel beherbergt die bedeutendste Weinproduktion der ägäischen Inseln. Auf 2.300 Hektar werden Keltertrauben angebaut, aus denen der weltbekannte „Muskat von Samos“ gepresst wird. Die Sorte „weißer Muskat“ macht über 95% der Reben in diesem Gebiet aus und ist die einzige, die unter dem Namen „SAMOS“ verarbeitet werden darf.

Limnos
Die Insel ist bekannt wegen der Erzeugung des Muskat de Lemnos, eines süßen Likörweines, dessen Farbe an altes Gold erinnert. Außerdem werden die Sorten  „Limnio“, „Moskato Alexandria“ und „Moskato Aspro“ angebaut.

Paros
Die rote Traube „Mandilari“ und die weiße „Monemvasia“ werden auf Paros angebaut. Beiden Sorten werden zum rubinroten Paros vereinigt, einem  Wein mit Herkunftsbezeichnung.

Santorini
Der einzigartige Boden der Insel, der sich aus Schlacke, Asche und Bimsstein zusammensetzt, verleiht den Weinen der Vulkaninsel ein besonderes Bouquet. Die seltene Traube „Assyrtiko“ wird von Weinkennern als die außergewöhnlichste weiße Traube im Mittelmeerraum beschrieben.

Rhodos
Die Nordwinde der Ägäis sorgen auf Rhodos für ein mildes Klima. Die Hauptrebsorten sind „Amorgiano“ und „Athiri“, die an den nördlichen Hängen angebaut werden. Hier gedeihen sowohl frische, trockene Weißweine als auch weiche Rotweine, die gehaltvoll sind und Charakter haben.


Attika

Mehr als ein Viertel der gesamten Weinerzeugung Griechenlands stammt aus der Region Attika-Biotien-Euböa. Durch das örtlich sehr unterschiedliche Klima entstehen in dieser Weinbauzone verschiedene frische Weißweine. Die Weine sind ähnlich im mittleren Säuregehalt, ihrer Goldfarbe und für diesen Boden typischen Geschmack.
In dem sehr warmen und trockenen Klima werden hauptsächlich die weißen Sorten „Savantiano“ und „Roditits“ für die Herstellung von Retsina angebaut. Die Weine aus einigen Gemeinden Attikas können den Namen des Anbaugebietes und die Bezeichnung  „Qualitätswein mit Prädikat“ führen.

Ionische Inseln
Die Ionischen Inseln, die wie ein langgezogener Rosenkranz im gleichnamigen Meer die Westküste Griechenlands säumen, bestehen aus den sieben Hauptinseln: Korfu, Paxi, Lefkada, Kephalonia, Ithaka Zakynthos und an der Spitze der Peloponnes Kythera.
Unter den griechischen Weinliebhabern ist Kephalonia die bekannteste Insel, vor allem wegen der Robola-Traube. Eine Besonderheit dieser edelsten griechischen Rebsorte ist ein feiner, fruchtiger leichter Weißwein, der die Ursprungsbezeichnung führen darf. Er wird auf den trockenen Böden der Berglagen geerntet, auf deren Abhängen auch Zypressen und Olivenbäume wachsen.


Ipiros
Die im äußersten Nordwesten Griechenlands gelegene Provinz Ipiros ist das kleinste Weinbaugebiet mit einer Gesamtrebfläche von knapp 900 Hektar. Die Region ist seht karg, gebirgig und dünn besiedelt. Zum guten Ruf der kleinen Region trägt der aromatische, spritzige weiße „Zitsa“ bei, der von der exzellenten Rebe „Debina“ gewonnen wird. Zitsa gehört zum Qualitätsweinbaugebiet.
Der Rotwein von Ipiros hat einen gewissen Bekanntheitsgrad über die Region hinaus. Mit hauptsächlich internationalen Rebsorten versucht man hier seit einiger Zeit, den Weinbau voranzubringen.


Kreta
Kreta ist das älteste Weinbaugebiet des Mittelmeerraumes, ein Gebirgskamm schützt die Weinhänge der Insel vor den heißen afrikanischen Winden. Die von der Ägäis kommenden kühlen Winde verhelfen der  250 Kilometer langen Insel zu einem milden Klima. Kretas Weinbau hatte im Laufe seiner Geschichte einen ungeheuren Vorteil: Die Insel blieb als eines der ganz wenigen Weinbaugebiete Europas von der Reblaus verschont. So wurden viele, nur hier ansässige Rebsorten erhalten, was den Weinen einen einzigartigen Charakter gibt.
Kreta wird in vier Weinbaugebiete mit Ursprungsbezeichnungen aufgeteilt:
- Archanes mit trockenen Rotweinen,
- Peza mit trockenen Weiß- und Rotweinen,
- Daphnes mit sowohl trockenen als auch lieblichen Rotweinen,
- Sitia im Osten der Insel mit trockenen und lieblichen Rotweinen.


Makedonien – Thrakien
Die beiden nördlichen Regionen Griechenlands gehören wegen der hohen Qualität ihrer Rotweine zu den bekanntesten Weinbaugebieten. Obwohl Thrakien geografisch eigentlich nicht zu Makedonien zählt, werden beide Regionen weinbaulich als Einheit betrachtet. Im Unterschied zu den anderen Regionen Griechenlands ist das Klima in Makedonien relativ kühl und reich an Niederschlägen, genauso wie auch im östlich angrenzenden Thrakien.
Nachdem sich die Regionen von der zerstörerischen Invasion der Reblaus (phyloxera) vor mehr als sechzig Jahren wieder erholt haben, beanspruchen sie heute einen vorderen Platz vor allem bei den Weinen mit Ursprungsbezeichnung, wie Naussa, Amynteon und Goumenissa.


Peloponnes
Auf dem Peloponnes ist die Rebe die wichtigste Pflanze der Landwirtschaft. Der Peloponnes ist sehr bergig, dadurch wird er in zwei charakteristische Regionen getrennt. Die regenreiche westliche Zone und das regenarme östliche Gebiet. Abgesehen von den zwei hochgelegenen Weinbaugebieten Nemea und Mantinia folgt der Weinbau dem Verlauf des Korinthischen Golfes und des Ionischen Meeres. Mit 14000 Hektar ist der Peloponnes das größte Weinbaugebiet Griechenlands. Die wichtigsten Rebsorten sind:
Weiß: Moschofilero, Moskato, Roditis, Mavrodaphne, Chardonnay
Rot: Mavrodaphne, Agiorgitiko (St. Georges), Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc


Thessalien
Thessalien mit einer Fläche von 7.220 Hektar für den Anbau von Keltertrauben und 3.525 Hektar für den von Tafeltrauben umfasst vier Weinbauzonen:
1. Tyrnavos, besonderes geeignet für Tafeltrauben.
2. In der Gegend um Karditsa werden auf 260 Hektar zwei besondere vielversprechende Sorten gezüchtet: die rote „Mavro Messenikola“ und die weisse „Batiki“.
3. Bei Nea Achialos wird aus den weißen Reben „Savatiano“ und „Rhoditis“ ein hervorragender Wein gekeltert, der ein besonders fruchtiges Aroma aufweist.
4. In den Vorbergen des Olymbos liegt Rapsani mit den drei roten Sorten „Xinomavro“, „Krassato“ und „Stavroto“. Der kräftige rote Wein nimmt im Alter eine leichte Terrakottafärbung und ein feines Bouquet an.


Appelationen und ihre Rebsorten

ATTIKA – EUBÖA
Bedeutende weiße autochtone Rebsorten: Assyrtiko – Athiri – Roditis  und Savatiano.

ÄGÄISCHE INSELN
Appelationen O.P.A.P. und O.P.E.
- Limnos : Muskat von Alexandria
- Paros: Mandilari, rot und Malvasia
- Samos: Muskateller von Samos
- Santorini: Assyrtiko
- Rhodos: Athiri

IONISCHE INSELN
Appelationen O.P.A.P.
- Kefalonia: Robola, weiß und Mavrodaphni, rot trocken

IPIROS
Appelationen O.P.A.P.
- Zitsa: Debina, weiß

MAKEDONIEN
Appelationen O.P.A.P.
- Amydeon: Roditis, weiß und Xinomavro, rot
- Goumenissa: Xinomavro und Negoska, rot
- Cotes de Meliton: Roditis – Athiri  und  Limnio, rot
- Naoussa: Xinomavro

PELOPONNES
Appelationen O.P.A.P. und O.P.E.
- Mantinia: Moschofilero, weiß
- Nemea: Agiorgitiko, rot
- Patras: Roditis, weiß
- Patras: Muskat Riou und Mavrodaphni (O.P.E.)

THESSALIEN
Appelationen O.P.A.P.
- Anchialos: Moskato Aspro
- Messenikola: Roditis und Savatiano
- Rapsani: Krasato – Stavroto und Xinomavro

 

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